Für den Offsetdruck sind 3 Zylinder erforderlich: der Plattenzylinder, der Gummituchzylinder und der Gegendruckzylinder.
Das Druckverfahren basiert auf dem Prinzip der verschiedenen Oberflächenspannungen von öligen und nicht öligen Flächen.
Die Druckformen bzw. Druckplatten (Aluminiumplatten) werden chemisch so behandelt, dass die druckenden Stellen Wasser abstoßen, während die nicht druckenden Stellen einen dünnen Wasserfilm halten können. In der Druckfarbe gibt es ölige Substanzen, die vom Wasser aufgrund der höheren Oberflächenspannung abgestoßen werden.
Da die druckenden Stellen der Druckform wasserfrei sind, nehmen sie Farbe an, die sie dann auf den Gummizylinder übertragen können.
Der direkte Kontakt mit dem Papier würde die empfindliche Beschichtung zerstören.
Deshalb erfolgt der Druck auf das Papier indirekt über einen Gummizylinder. Das Besondere des Offsetdrucks liegt darin, dass sowohl auf glatten, gestrichenen Kunstdruckpapieren wie auch auf rauhen Offsetpapieren eine gute Druckqualität (ein- oder mehrfarbig) erzielt wird.
Der Offsetdruck wird als indirektes Druckverfahren bezeichnet.
An der Abbildung können Sie das indirekte Druckverfahren erkennen. Das indirekte Druckverfahren bedeutet, dass das Papier bzw. der Bedruckstoff nicht direkt mit der Druckform bedruckt wird. Im Offset-Druckverfahren wäre das die Druckplatte. Die Druckplatte befindet sich am Plattenzylinder. Das Druckbild auf der Offset-Druckplatte ist immer seitenrichtig (lesbar). Offset-Filme hingegen sind bzw. waren immer seitenverkehrt. Das seitenrichtige Druckbild der Offset-Druckplatte wird auf den Gummi bzw. Druckzylinder übergeben. Das am Gummituch bzw. Drucktuch sichtbare Druckbild ist wiederum seitenverkehrt. Nach der Übergabe des Druckbildes auf das Papier bzw. auf den Bedruckstoff ist das Druckbild wieder seitenrichtig bzw. lesbar. Das Papier wird im Offset-Druckverfahren immer vom Gummituch bedruckt. Das Papier wird vom Gegendruckzylinder gegen den Gummituch bzw. Druckzylinder gepresst. Dies wird auch als Pressdurck bezeichnet. Unter der Druckplatte und unter dem Gummituch bzw. Drucktuch am Druckzylinder werden Unterlagskartons beigelegt, um den optimalen Druck und Pressdruck bei der Druckabwicklung zu gewährleisten.
Direkte Druckverfahren sind z.B. der Hochdruck, Siebdruck und der Tiefdruck. Beim Direkten Druckverfahren wird die Farbe direkt von der Druckform auf das Papier bzw. den Bedruckstoff gedruckt.
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